Start Allgemein Schlackernde Knie: Virtual Reality macht aus Horror-Games echte Nightmares

Schlackernde Knie: Virtual Reality macht aus Horror-Games echte Nightmares

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Schlackernde Knie: Virtual Reality macht aus Horror-Games echte Nightmares

Fans von Survivalcore wissen nur zu gut, dass nichts das schaurige Gefühl toppt, das einen beim Spielen eines Horrorgames befällt. Dementsprechend werden sie mit offenen Armen die VR-Technik willkommen heißen: Sie bereichert dieses spezielle Genre von Computerspielen unheimlich (Achtung: Wortspiel). Lieblingsgames, die in ihrer 2D-Fassung schon für Gänsehaut bei den Spielenden sorgten, werden nun zum regelrechten Albtraum – denn der Spieler wird mitten ins Geschehen gesaugt, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Hier erfahren Survivalcore-Fans, was VR-Horrorgames so gruselig macht und welches Game sie unbedingt ausprobieren sollten – wenn sie es nicht schon längst getan haben.

Horror-VR mit Bravour: Bring to Light von Red Meat Games

Wer häufig Horrorgames spielt, kennt sich bestens mit den verfügbaren Effekten aus: Einfache Jumpscares werden deshalb nicht immer ausreichen, um die Herzfrequenz wirklich in die Höhe zu treiben. Red Meat Games hat dieses Wissen verinnerlicht und will vor allem Eines nicht: Seine Spieler langweilen. Deshalb kann man während dem Spiel einen biometrischen Sensor tragen, der die tatsächliche Herzfrequenz misst. Darauf stimmt sich dann das Game ab: Ist der Spieler noch zu ruhig, werden zusätzliche Scares eingesetzt, wie undefinierbare Monster, die über den Boden gleiten, Türen, die plötzlich anfangen, bedrohlich zu rasseln und vieles mehr. Wem das zu gruselig ist, muss auf Action aber nicht verzichten: Auch Game-Klassiker wie Tomb Raider hauen in der VR-Version richtig rein. Zum 2D-Zocken für zwischendurch gibt es davon sogar mittlerweile eine erstklassige Slotversion. Einziges Manko an Red Meats absoluten Horrortrip: Den biometrischen Sensor muss man extra dazukaufen.

VR-Horror: Gibt es Grenzen?

Die Innovation von Red Meat Games wirft aber gleichzeitig Fragen auf: Wie weit darf ein Horrorgame gehen, um seine Spieler in Angstzustände zu versetzen? Um beim Beispiel der Herzfrequenz zu bleiben: Wann bewegt sich diese in bedenklichen Höhen? Ein gängiger Grundsatz ist, dass man die Spannung langsam aufbauen und den Spieler nicht mitten ins horrormäßige Geschehen schmeißen sollte. Außerdem ist der Gesundheitszustand ausschlaggebend dafür, wie intensiv die Spielerfahrung sein sollte. Bei labilen Menschen wäre durchaus denkbar, dass durch besonders heftige Effekte lebensbedrohliche Reaktionen ausgelöst werden. Die Spielemacher beschäftigt darüber hinaus noch ein anderes Thema: Wird das Geschehen zu unheimlich, distanziert man sich schnell davon. Anstatt sich auf das Spiel einzulassen, ruft man sich immer wieder ins Gedächtnis, dass das alles „nur“ virtuelle Realität sei. Das mindert natürlich auch die Freude am Spiel.

Alles in allem ist Bring the Light kein Game für Einsteiger. Einen softeren Start in Sachen VR-Horror legt man beispielsweise mir Ark Park oder Robinson – The Journey hin. So hat jeder etwas von der neuen Technologie; und wer sich sicher fühlt, kann sich langsam steigern – zum Beispiel mit den 7 gruseligsten Horrorspielen laut Chip.