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Die Geschichte des Horrorfilms

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Menschen durch Geschichten erschrecken? Es ist schon seit der Antike ein Zeitvertreib von uns, mit einer Menge Folklore, die sich um Dinge dreht, die die Nacht heiß werden lassen. Bei einem so starken Präzedenzfall in Literatur und mündlicher Historie ist es keine Überraschung, dass das Horror-Genre kurz nach dem Aufkommen des Kinos sehr schnell unter den Tisch kam. Im Laufe des Jahrhunderts aber hat der Filmhorror, wie er im Film erscheint, viele Höhen und Tiefen durchlaufen und uns in die etwas umstrittene Zeit geführt, in der wir uns heute befinden.

Wohin das Genre in den nächsten hundert Jahren gehen wird, ist unklar, aber manchmal ist es gut, auf den langen Weg zurückzublicken, um zu diesem Punkt zu gelangen.

Das goldene Zeitalter

In den zwei Jahrzehnten zwischen den 20er und 30er Jahren wurden jede Menge Klassiker produziert, die weithin als die schönste Ära des Genres angesehen werden. Sie können in der Mitte sauber aufgeteilt werden, um eine Trennung zwischen den stillen Klassikern und den Talkies zu erreichen. Auf der stillen Seite der Reihe stehen monumentale Titel wie „Das Kabinett des Dr. Caligaris“ (1920) und „Nosferatu“ (1922), die ersten Filme, die wirklich versuchen, ihr Publikum zu verunsichern. Die 30er waren auch das erste Mal in der Branche, dass das Wort „Horror“ verwendet wurde, um das Genre zu beschreiben – früher war es wirklich nur ein romantisches Melodram mit einem dunklen Element – und es wurden auch die ersten Horror- „Stars“ geboren. Bella Lugosi (weltberühmt durch seine Darstellung von „Dracula“) war wohl die erste, die sich ausschließlich auf das Genre spezialisierte.

Es wird kreativ

3D-Brille? Elektrische Summer in Theatersitzen installiert? Bezahlte Handlanger im Publikum, die schreien und so tun, als würden sie in Ohnmacht fallen? Alles und jedes wurde in den 50er und 60er Jahren versucht, um das Kinopublikum weiter zu erschrecken. Mit Erfolg. Diese Vorliebe für Interaktivität breitete sich im Berichtszeitraum auf andere Genres aus, ließ jedoch teilweise aufgrund der enormen Kosten schnell nach. Insbesondere für den Horror gab dies dem anderen Ende des Spektrums Platz: Produktionen mit unglaublich geringem Budget, die fast schon in Richtung „Trash“ unterwegs waren. In den 60er Jahren gab es ja so oder so eine Menge Industrien, die mit kreativen Maßnahmen arbeiteten. Wer erinnert sich nicht gern an die ersten vollautomatischen Slot Spiele zurück, die aus den USA zu uns rüberkamen? Auf der Slots.io website gibt es diesbezüglich spannende Einsichten über die Geschichte der Spiele, die ebenfalls eng verknüpft ist mit der Filmwelt.

Wenn die Hölle erwacht

Okkult war der Geschmack des Tages zwischen den 70ern und 80ern, besonders wenn es darum ging, dass Häuser und Kinder vom Teufel besessen wurden, ein Trend der übrigens auch jetzt in den 20er Jahren des 21.Jahrhunderts scheinbar wieder auflebt. Der Grund für diese kulturelle Besessenheit vom religiösen Bösen in dieser Zeit könnte ganze Semester füllen, aber um ihn wieder in den Kinobereich zurückbringen, kann man den Trend auf zwei Horror-Meilensteine reduzieren: „Der Exorzist“ (1973) und „Das Omen“ (1976). Der übernatürliche Horror lag nun wieder sehr im Trend und die Literatur wurde wieder zum Ausgangsmaterial, da sie auf ihre filmischen Ursprünge zurückging. Diesmal war es jedoch kein viktorianischer Autor, dessen Werk nicht urheberrechtlich geschützt war, sondern ein seltsamer, aber authentischer Gentleman namens Stephen King. „Carrie“ (1976) eroberte die Säle und vor allem „The Shining“ (1980) vollendete die Erstürmung des modernen Kinos.

Und heute?

Der Zustand der Horrorindustrie ist heiß umkämpft. Da sich das Genre anscheinend auf Remakes, Neustarts und endlose Fortsetzungen stützt, argumentieren viele, dass es erneut mit wenig Originalität in der Flaute liegt, um einem modernen Publikum etwas zu bieten. Auf der anderen Seite aber erstrahlen Hoffnungsschimmer mit Beispielen extremer Originalität und Kunstfertigkeit. „Cabin in the Woods“ (2012) wurde als Scream dieses Jahrzehnts verklärt und die jüngsten Veröffentlichungen von „The Babadook“ und „A Girl Walks Home Alone at Night“ (beide aus dem Jahr 2014) haben dem Genre neues Leben eingeatmet. Allerdings sieht man schon jetzt erste Anzeichen, wie gänzlich anders die Zukunft aussehen kann.

Und morgen?

Darf man den Filmfreaks und Kritikern glauben, dann wird das interaktive Kino über kurz oder lang auch die Horrorszene für sich beanspruchen. Denn dank 3D-Brillen und VR gibt es immer mehr Optionen für Filmemacher, das Publikum einzunehmen. Schon jetzt gibt es beispielsweise erste Versuche von Netflix, mit „Black Mirror: Bandersnatch“ den Zuschauer dazu zu animieren, Teil der Geschichte zu werden. Dies wird in Zukunft auch für die Szene immer relevanter.

Fazit

Horror hat viel durchgestanden in den letzten knapp 150 Jahren. Von einer Randnotiz hat es sich sukzessive zu einem der heißesten Genres am Filmhimmel gemausert, auch weil es nur wenigen Einschränkungen unterliegt und man sich hier komplett austoben kann. Daher wird auch die Zukunft sicherlich wieder so einiges parat halten, um die Fans bei Atem zu halten – oder ihnen diesen zu nehmen.