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Survival-Spiele für Nintendo

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Der Nintendo Switch ist vielleicht nicht die erste Konsole, die einem beim Thema Survival-Spiele in den Sinn kommt. Denn beliebte Titel wie Fallout, The Last of Us oder Dying Light sind nur für PC, PlayStation oder Xbox erhältlich. Bei näherem Hinsehen gibt es aber durchaus eine ansehnliche Auswahl von Survival-Titeln für Nintendo. Sie folgen dem üblichen Muster des japanischen Herstellers: Sie werden mit einem deutlich niedrigeren Budget entwickelt als der durchschnittliche PlayStation-Hit. Sie erreichen nie den Bekanntheitsgrad ihrer großen Brüder, die von groß angelegten Marketing-Kampagnen begleitet werden. Und sie sind in der Regel auch nicht ganz so düster und gewalttätig. Das bedeutet aber nicht, dass sie schlechter sind. Diese Spiele sind nicht auf jeder Konsole erhältlich und sind ein Grund mehr, sich mit den Vorzügen der Switch auseinanderzusetzen.

Nintendo will es allen recht machen

Die Strategie von Nintendo ist es ganz offensichtlich, möglichst viele exklusive Titel in jedem erdenklichen Genre zu bieten. Die Konsole will damit verschiedene Geschmäcker bedienen und sowohl Familien als auch Party-Gamer und Hardcore-Zocker ansprechen. Dementsprechend finden sich im Repertoire der Nintendo-Konsolen bunte Jump‘n‘Run-Spiele, Puzzle und Gedächtnistrainer, Sport-Games mit Bewegungssteuerung und Shooter wie Splatoon. Auch Nischen werden aufwendig bedient, wie beispielsweise die lange Liste der Casino-Spiele für Nintendo zeigt. Dennoch wissen nur die wenigsten Nintendo-Fans, dass auf der NES neben Mario Brothers genauso gut auch Roulette gespielt werden kann. Das zeigt, wie groß die Vielfalt der Spiele für Nintendo wirklich ist. Bei all dem setzt Nintendo aber immer auf seinen ganz eigenen Spiel. Wo PlayStation-Spiele auf immer realistischere Grafiken setzen, schaffen Nintendo-Spiele stilisierte Welt, bei denen es mehr auf den Inhalt als auf die Form ankommt. Egal wie viel Mühe sich Nintendo bei der Spielauswahl gibt – auf diese Weise spricht das Unternehmen viele Gamer an. Bei anderen trifft es aber einfach nicht den richtigen Geschmack.

Niche – ein „Gen-Survival-Spiel“

Bei Niche muss der Spieler Tierarten erschaffen und sie im Angesicht widriger Umstände von Generation zu Generation am Leben erhalten. Raubtiere, veränderte klimatische Bedingungen und Krankheiten machen seinen Arten das Leben schwer und erfordern immer wieder Anpassungen. Dabei können ganze Biome im Einklang miteinander aufgebaut werden. Wer sich jetzt realistische Darstellungen von prähistorischen Tieren erwartet, wird enttäuscht. Obwohl die Lebewesen auf echten Tierfamilien wie Katzen, Hunden oder Bären basieren, muten sie eher wie Pokémon an. Dieses Survival-Spiel ist eindeutig für ein jüngeres Publikum angedacht. 

Radiation Island

Radiation Island – endlich einmal ein Nintendo-Titel, der so richtig nach Survival klingt. Als das japanische Fallout dürfte es dann aber doch nicht durchgehen. Denn statt einer Altersfreigabe ab 18 hat die USK Radiation Island schon ab 12 Jahren freigegeben. Mit brutalen Kämpfen gegen andere überlebende der Atom-Apokalypse ist also nicht. Immerhin:  Es gilt, sich gefährliche Wildtiere vom Leib zu halten und cartoonhafte Zombies abzuballern. Die Spielwelt ist hingegen durchaus ansprechend gestaltet, wenn auch grafisch ein paar Jahre (oder Jahrzehnte) hinter einem vergleichbaren Spiel für die Xbox zurück. Nahrung wird entweder auf der Jagd, durch Angeln oder durch Beerenpflücken gewonnen. Und natürlich können auch allerlei Ausrüstungsgegenstände und Waffen gesammelt werden. Alles in allem ist Radiation ein typisches Survival-Spiel in typischer Nintendo-Manier.

Yomawari: The Long Night

Süß sind die Cartoon-Charaktere von Yomawari allemal. Knuddelige kleine Mädchen, die am liebsten mit ihrem Hündchen Poro spielen. Nur blöd, dass dieser Hund eines Abends entlaufen ist. Und die Suche nach ihm wird zum Albtraum, denn nachts ist in der Stadt nichts so, wie es tagsüber war. Bösartige Geister, bizarre Kreaturen und der furchteinflößende Mr. Yomawari bevölkern die Straßen der Stadt und machen die Suche nach dem Hund zu einem Kampf ums Überleben. Wobei: Kampf ist eigentlich das falsche Wort, schließlich ist die Hauptfigur ein kleines Mädchen. Wer hier überleben will, muss vor allem gut im Verstecken sein.

Radiation City

Ebenso wie auf anderen Plattformen ist auch auf der Switch radioaktive Strahlung ein Pfeiler des Survival-Genres. Denn es gibt nichts wie eine unsichtbare Bedrohung und gefährliche Mutanten, um das Überleben zu einer Herausforderung zu machen. Im Gegensatz zu vielen anderen Switch-Spielen ist an Radiation City nichts cartoonhaft. Die entstellten Strahlungs-Zombies sind vielleicht grafisch nicht auf dem neuesten Stand, was bösartige Blicke und blutverschmierte, vermodernde Körper angeht, können sie aber mit den Besten des Genres mithalten. Radiation City versteht sich selbst als Hardcore-Survival Erlebnis. Wer Fernweh nach Tschernobyl hat, kann es mit diesem Titel durchaus einmal probieren.